12 March 2014

Von fehlender Muse und Inspirationsquellen

Kuckuck meine Lieben,

ich kann kaum glauben, dass es beinahe zwei Monate her ist, dass ich das letzte Mal einen Blogpost geschrieben habe. Zwei Monate! Und dabei kam es mir gar nicht so lange vor.
Wahrscheinlich kann jeder Blogger (oder auch jeder Maler, Tänzer, Gedichteschreiber, Blumenpflücker, Autor...) ein Lied davon singen, wenn einen die Muse nicht mehr küsst, sondern besten Fall ab und zu noch eine Grußkarte aus einem weit, weit entfernten Land schickt. Dabei könnte bloggen doch so einfach sein: Man schreibt einfach auf, was man den lieben langen Tag so getan hat und verziehrt das Ganze mit ein paar netten Bildchen. Nun, es könnte einfach sein. Doch wenn es dann mal soweit ist und die Muse, die Inspiration, die Motivation nicht mehr da ist, erscheint einem nichts mehr so wirklich erwähnenswert und das Verfassen von Sätzen (die auch noch Leute lesen könnten!) wird mehr zu einer Last und einer Verpflichtung, die man eigentlich gar nicht will. Warum ist das so? Es gibt sicherlich hunderte Erklärungen dafür, aus mindestens genauso vielen Quellen, aber ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass es Zeit wird mich intensiv mit mir und meinen Gedanken zu beschäftigen, wann immer mich die Muse verlässt (hat zumindest die Erfahrung gezeigt) und diese Gedanken auch erstmal nicht an die große Glocke zu hängen (Es könnten Leute lesen!) Zudem scheint eine verlorene Muse ein wahnsinns Magnet für Ereignisse zu sein, die einem das eigne Leben und das Leben seiner Lieben schwer machen. Große, lebensverändernde und lebensbedrohliche Ereignisse mit einem großen K vorne dran, neben denen alles was einen sonst so beschäftigt wirklich null und nichtig erscheint.
Und dann ist es besser, einfach mal Ruhe zu geben. So sehe ich das zumindest. Lieber eine Pause als sich Blogposts aus den Rippen zu schneiden, die keine Freude verbreiten und hinter denen man selbst gar nicht stehen kann.
Allerdings passiert es dann ganz schnell mal, dass Wochen und Monate ins Land ziehen. Die Muse bleibt fern und mit ihr die Motivation und der Mut. Man beschäftigt sich mit anderen Dingen, versucht Knoten zu lösen, lernt neues, orientiert sich neu...
Es ist schon beinahe unerträglich klischeehaft, aber egal was passiert, wie unerträglich einem die Tage vorkommen und wie sehr man davon überzeugt ist, dass genau dieser Tag der eine ist, an dem alles zu viel wird: Diese Tage gehen vorbei und die Welt dabei nicht unter. Und eben weil die Welt nicht untergeht, findet man irgendwann einen winzigen Moment- einen simplen Funken - an Inspiration. Inspiration weiter zu gehen, weiter zu machen. Meine Inspiration liegt in den kleinen Dingen des Lebens, den winzigen Glücksmomenten, die das große Ganze bereichern. Das sind S-Bahnen, die man auf die Minute genau bekommt, ohne es zu planen. Es sind Schränke und Betten und Stühle, die man so lange mit der Mitbewohnerin umstellt, bis die Wohnung aussieht wie ein Zimmer aus Schloss Einstein. Es sind die Tage an denen ein verschlafenes Krächzen aus dem Bett der Mitbewohnerin kommt und man mittags einen kleinen Zettel mit einer lieben Notiz findet. Es sind Spieluhren und Sonnentage. Klavierstücke und Blumen (die länger als zwei Tage unter der eigenen Pflege überleben). Es sind liebe Worte und gute Ratschläge. Es sind die kleinen Dinge.
Und mit der Zeit wird die Motivation, die Inspiration und auch die Muse wiederkommen.
Da bin ich mir sicher.


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